Erdgas Vorkommen

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Vorkommen

Ein vorrangiges Ziel der Erdgasexploration ist das Auffinden von geologischen Strukturen, die sehr komprimiertes Erdgas aufweisen, da diese eine Gewinnung des Erdgases mit verhältnismäßig geringem Aufwand ermöglichen. Das Auffinden derartiger besonderer Formationen ist die Aufgabe von Geologen und Geophysikern.

Wirtschaftlich lukrativ für Gewinnung und Verarbeitung sind Erdgasfelder mit einer dicht abschließenden Deckschicht wie etwa Tonschichten. Das Erdgas kann durch die dichte Deckschicht nicht austreten, und steht im Regelfall unter starkem Druck. Weitere, allerdings schwieriger zu erschließende Erdgaslagerstätten sind solche vom Typ Tight Gas oder Shale Gas.

Aus Satelliten- oder Luftbildern kann vorab ein Sedimentbecken erkannt werden. Mineralogische und fossile Überprüfungen der Gesteinsschichten können vorgenommen werden, die Art und Dicke einer Deckschicht muss bestimmt werden, austretende Kohlenwasserstoffe können möglicherweise gemessen werden.

Durch seismische Messungen können die Tiefen von tektonischen Schichten ermittelt werden. Man schickt dabei Druckwellen (kleine Sprengungen, durch Vibratoren) in den Erdboden, wenn die Druckwellen auf eine schwer passierbare Schicht stoßen, wird die Druckwelle reflektiert. Das reflektierte Signal kann nun mit einem sogenannten Geophon aufgefangen werden und aus der Reflektionszeit so die Tiefe der Schicht ermittelt werden. Wenn Schallquellen und Messstellen netzförmig angeordnet sind, kann man vom Untergrund ein dreidimensionales Schichtenbild erhalten (3D-Seismik). Unter günstigen Bedingungen können direkt Größe und Ausdehnung Lagerstätten von Kohlenwasserstoffen und die günstigsten bohrtechnischen Zugänge anhand von seismischen Verfahren ermittelt werden.

Interessiert man sich nach Beginn der Förderung für Veränderungen des Fluidgehalts einer Lagerstätte, kann eine so genannte 4D-Seismik durchgeführt werden. Hierbei erkennt man die durch die Förderung entstehenden Veränderungen bzw. noch vorhanden Vorräte einer Lagerstätte.

Die nachgewiesenen Welterdgasreserven beliefen sich 2004 auf 170.942 Milliarden m³ bzw. 185 Milliarden Tonnen SKE. Diese Erdgasreserven sollten nach Hochrechnungen aus dem Jahr 2004 noch knapp 67 Jahre (bis etwa 2070) reichen. Dabei sind diese geschätzt wie folgt verteilt: Naher Osten 72.830 Milliarden m³, Europa und GUS-Staaten 64.020 Milliarden m³, Asien und Australien 14.210 Milliarden m³, Afrika 14.060 Milliarden m³, Nordamerika 7.320 Milliarden m³ und Südamerika 7.100 Milliarden m³.

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